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Beitrag: Blog2 Post

Das Steinbruchprojekt Dorndorf im Westerwald

Aktualisiert: vor 6 Tagen

Manchmal zieht es einen fort von einem Ort, dorthin wo die Rosinen sind....

Die schönsten Geschichten und Märchen mit Happy End beginnen mit dem Satz: Es war einmal. 




Vor 28 Millionen Jahren, im Zeitalter des Oligozäns wuchs der vulkanische Blasius Berg aus der Erdkruste. Die Geologen sprechen von Nephelin Basalt. Er entsteht, wenn Magma aus dem Erdinneren an die Oberfläche steigt und schnell wieder abkühlt. Dadurch haben die Kristalle keine Zeit vollständig zu wachsen, was zu der feinkörnigen bis glasigen Textur des Gesteins führt. 


Seit Millionen von Jahren ist die vulkanische Aktivität im Westerwald erloschen. Es gibt keine Anzeichen für zukünftige Eruptionen. Anders in der Eifel, am Lacher See, wo sich die Magmakammer wieder füllt und tausende Gasbläschen im Wasser die Aktivität deutlich zur Anzeige bringen. Der letzte Ausbruch mit verheerenden Folgen datiert 11.000 Jahre zurück. Ein Wimperschlag der Zeitgeschichte.

Mit der Blüte der industriellen Revolution wurden 1887 rund um die Dornburg mehrere Basaltbrüche eröffnet. Im September 1867 meldete Alfred Nobel sein Patent für Dynamit an. Basalt wurde zum Massenprodukt für den Wohnungs-Straßen- und Schienenbau.


Nach 130 Jahren wechselhafter Geschichte, wurde 2021 der Basaltabbau im Werk Dorndorf eingestellt. Der Erweiterungsantrag wurde von den Bürgern mit den landesweit gleichen Argumenten abgelehnt. Zu laut, zu dreckig, zu starke Sprengerschütterungen und viel zu viel Verkehr. Gesteinsabbau ja, aber bitte nicht vor meiner Haustür.


Dorndorf liegt vor Wind und Wetter geschützt am Südhang des Hauserbergs und des Watzenhahns. Der Blick geht frei übers Land. Du stehst am Fenster und schaust über das Limburger Becken bis zum Taunus. Bei klarem Wetter sind die beiden fünfzig Kilometer entfernten Türme des Feldbergs deutlich zu erkennen. Die Menschen sind freundlich, zuvorkommend und redselig. Sie können gleichermaßen gut arbeiten und feiern. Es gibt zwei Bäcker, einen Fleischer, eine Grundschule und Kneipen. Vor einem Monat sind wir hierhergezogen. Es fühlt sich richtig an.


Aus der Dorfgemeinschaft hat sich eine Gruppe gebildet. Seit mehr als einem Jahrzehnt wird an einem Abschlussbetriebsplan für den Steinbruch gefeilt. Naturschutz und Erholung sollen im Einklang stattfinden. Die Jugend ist gefragt ihre Vorschläge einzubringen. Biken, wandern, spielen, tauchen, ja, Gemeinschaft erleben steht hoch auf der Agenda. Die Halle im Steinbruch könnte ein Treffpunkt, ein Haus der Vereine werden.


Doch mit dem Abgang der Bergleute sind lichtscheue Vandalen eingezogen. Sie zerschlagen, zerstören, sie stehlen. Wehret den Anfangen. Die Bausubstand der Halle ist eine Herausforderung. Das Dach ist Zeugnis reger Sprengtätigkeit in unmittelbarer Nähe.


Die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende. Der Weg ist das Ziel. Wir freuen uns darauf, daran teilzuhaben.



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